Bild: André Heinze
Am 12.8. ereignete sich eine Sonnenfinsternis, die im Norden Spaniens total war und und im Altenburger Land immerhin noch eine Bedeckung von 86% erreichte. Torsten Brandt und André Heinze reisten mit ihren Familien in die Nähe von Leon. Davon gibt es einen Bericht im Blog.
Die in Altenburg Gebliebenen organisierten gleich zwei Veranstaltungen hintereinander, die Beobachtung der Sonnenfinsternis und
die Lange Nacht der Astronomie. 19:18 war der erste Kontakt. Die Sonne stand zu diesem Zeitpunkt nur noch 11° über dem Horizont.
Deshalb musste ein Platz mit freier Sicht nach Nordwesten benötigt. Das war der schon mehrfach genutzte Feldrand an der
Gartenanlage Waldessaum.
Kurz vor Beginn hatten sich über 100 Menschen versammelt. Für die visuelle Beobachtung standen zwei kleine Refraktoren zu Verfügung.
Zwei Seestar übernahmen die Fotografie. Weiterhin wurden Sonnenfinsternisbrillen ausgegeben und Tipps zum Improvisieren von
Lochkameras gegeben.
Der Horizont. Sorgen bereiteten Wolkenschleier am Horizont. Dort liegt eine stark frequentierte Flugstrecke, an der sich oft Kondensstreifen und in Folge Homomutatuswolken bilden. Diese hatten schon Beobachtungen vereitelt, während der Rest des Himmels klar war.
19:21 war die Sonne schon deutlich sichtbar angeknabbert. Kleine Sonnenflecken waren glücklicherweise zu sehen. Drei Tage zuvor war
die Sonne beim Kinderfest am Teehaus völlig fleckenlos.
19:29 war die Sonne in den Kondensstreifen-Schmadder eingetaucht. Zeitweilig war sie nicht mehr zu sehen.
Die Menschen hatten sich über den Feldrand verteilt. Bei den beiden Fernrohren gab es etwas Gedränge.
20:03 blieben noch acht Minuten bis zur maximalen Bedeckung. Das Licht war fahl, aber noch hell.
Fotos am Okular waren beliebt. Man konnte davon auch Sekundärfotos machen.
So sehen 86% Bedeckung aus. Inzwischen hatte die Sonne die Kondensstreifenschicht durchquert. Bis zum Horizont war es klar.
Das ungewöhnlichste Beobachtungsgerät war wohl diese Lochkamera mit geknicktem Strahlengang.
Die Sonne näherte sich dann schnell dem Horizont. 20:26
Am Horizont schienen zunächst keine interessanten Vordergrundobjekte, wie z.B. Kirchen zu stehen. Doch dann bewegte sich die Sonne auf einen großen Baum zu.
20:32 war der Baum erreicht.
Sekunden später war der Baum Vordergrundobjekt.
Andreas Lawrenz hatte den Beobachtungsplatz verlassen, um ein Vordergrundobjekt zu suchen. Mit der Kirche Ziegelheim wurde er fündig.
Am Waldessaum blieb die Sonne bis zum Ende des Untergangs sichtbar.
20:35, eine Minute vor Ende des Untergangs
Nach Sonnenuntergang war noch eine schöne Lichtsäule zu sehen. Eine Lichtsäule entsteht durch Spiegelungen an sechseckigen
Eisplättchen in der Atmosphäre.
Einen weiteren Beobachtungsplatz gab des in Langenleuba-Niederhain. Dort fotografierte Adriana Grunow mit kurzer Brennweite.
Abends gab es auf dem Platz am Vereinsheim der Gartenanlage Einheit die Lange Nacht der Astronomie. Dazu hatte die Vereinigung der Sternfreunde aufgerufen. In der mondlosen Nacht waren viele Perseiden zu sehen und im Fernohr Galaxien, Sternhaufen und Nebel. Später ging noch der Saturn auf.
Obwohl die Gartenanlage nur wenige 100 Mter vom Stadtzentrum entfernt liegt, war auch die Milchstraße gut zu sehen.